2018 - Alpachtal

Peter Eilhauer, Michael Fröbel, Günter Matuschek und Johannes Schubart

06. Juli - 08. Juli 2018

 

Gipfel: Sagtaler Spitzen - Standkopf (2.241 m.ü.A.)

Schwierigkeit: T 3 (SAC)

 

Quartier haben wir am Freitag bei Familie Kammerlander im "Pinzgerhof" genommen. Der Hausvater ist leidenschaftlicher Schnapsbrenner und -sommelier, der uns am Abend des Anreisetages Produkte seiner Kunst in ausreichender Menge verkosten lässt. 

Am Sonnabend kommen wir dann auch mit "Kreislaufproblemen" (aber ohne schweren Kopf) aus den Betten. Trotz ausgiebigen Frühstück will das Starterbier auf der Dauerstoa-Alm will nicht so richtig schmecken ! Bei mäßigem - im Vergleich zu den Vorjahren aber schon fast phantastischen - Witterungsverhältnissen brechen wir gegen 11:15 Uhr zu unserer (Grat-)Wanderung vom Wiedersberger Horn (2.127) zum Krinnjoch auf. Über den Hochstand (2.058) führt uns die Tour zunächst zum Standkopf (2,241), der weitere Weg zum Tapenkopf (2.206) und Gamskopf (2.205) ist als leichter Klettersteig z.T. mit Drahtseilen und Trittklammern versichert. Wir sind jedoch in besserer Verfassung als anfänglich gefühlt, statt der avisierten 5 erreichen wir die heimelige Farmkehralm unterhalb des Krinnjochs bereits nach gut 3,5 Stunden. Hier werden wir von der Hüttenwirtin, die aus Reichenbach i.V. stammt, unaufgefordert mit einem Stamperl Schnaps begrüßt, auch die angebotene Brettljause schlagen wir nicht aus. Nach gut 90-minutiger Rast bummeln wir gemütlich hinab nach Inneralpbach, von wo aus es mit dem Regionalbus zurück zum Startpunkt geht. Am Abend verfolgen wir - in aller Ruhe - den Fortgang der Fußball-WM am Fernsehgerät.

Nach dem Sonntagsfrühstück machen wir uns auf die Heimreise. Alle elektronischen Helferlein versprechen eine reibungslose Fahrt - und lügen. Schon in Tirol geht es auf der Inntalautobahn nur langsam voran, ab dem Irschenberg leitet uns das Navi dann wegen verkehrsbedingter Staus im Großraum München über Landstraßen zur Mittagsrast am Deininger Weiher. Vor der Einkehr umrunden das malerische Gewässer auf einem bequemen Spazierweg, danach haben wir uns einen traditionellen Schweinebraten verdient. Auch nach der Verabschiedung von Johannes in Deisenhofen gestaltet sich die weitere Fahrt nach Thüringen recht ermüdend, aber pünktlich zum Abendessen treffen wir nach einem ereignisreichen Wochenende in der Heimat ein.