2015 - Wildspitze

Günter Matuschek, Johannes Schubart, Michael Fröbel, Olaf Kamp, Peter Eilhauer und René Martin

03. Juli - 06. Juli 2015

 

 Gipfel: Wildspitze (3.768 Meter)

Schwierigkeit: Hochtour I° (UIAA), WS (SAC)

 

Am späten Freitagachmittag trifft sich der RAC vollständig bei Johannes in Deisenhofen zum Begrüßungsabend. Auch wenn es nicht spät werden soll, vergeht die Zeit bei reichlich Essen vom Rost sowie dem einen oder anderen Bier wie im Flug, vor Mitternacht liegt keiner im Bett (Übernachtung im "Weissbierbräu" in Deisenhofen).

Am Sonnabend fahren wir über die Inntalautobahn nach Vent im Ötztal. Dort melden wir uns im Bergführerbüro an und treffen letzte Absprachen mit dem uns begleitenden Bergführer Kilian Scheiber. Anschließend geht es  mit dem Sessellift bequem nach Hochvent/Stablein. Die hier geplante Mittagsrast mit "Startbier" muss ausfallen, da das Gasthaus ab Mittag wegen einer Hochzeitsfeier geschlossen ist. So wandern wir hungrig weiter zur Breslauer Hütte. Auf deren Sonnenterrasse schmecken nach dieser ersten Anstrengung eine Hopfenkaltschale und ein Bergsteigeressen noch einmal so gut. Nach einer "Blitzmütze" im uns zugewiesenen Lager unternehmen wir die unschwierige Wanderung zum "Wilden Mannle" (3.019). Für den Aufstieg benutzen wir den Rofenkarsteig (einen als solchen kaum erkennbaren Klettersteig), während der Abstieg über den Normalweg erfolgt. 

Am Bergtag kriechen wir gegen 05:00 Uhr aus den Federn, nach dem Frühstück steigt die RAC-Seilschaft mit Kilian über das Mittelkarjoch hinauf zum spaltenreichen Taschachferner. Hier legen wir die Steigeisen an und queren über den Gletscher zum Gipfelaufbau des höchsten Gipfels von Nordtirol. Das letzte Wegstück zum markanten Gipfelkreuz führt in leichter Blockkletterei über Felsen. Nach einer verdienten Rast am Südgipfel der Wildspitz (3.768) geht es über den schmalen Verbindungsgrad hinüber zum nur unwesentlich niedrigeren Nordgipfel. Anschließend seilen wir uns wieder zum Taschachferner ab und wählen den weiteren Abstieg über das Brochkogeljoch und den Vernagtferner zur Vernagthütte, die wir nach insgesamt 8 Stunden Hochtour gegen 14:00 Uhr erreichen. So bleibt genügend Zeit zur Erholung.

Am Montag starten wir gegen 8:00 Uhr den Dank Gebrauch unserer Trekkingstöcke gemütlichen Abstieg von der Vernagthütte hinunter ins Tal. Nach einer Rast bei den Rofenhöfen, die wir zu einer Erfrischung nutzen, geht es weiter über die Erinnerungen an Nepal weckende Hängebrücke nach Vent. Hier holen wir im Bergführerbüro noch unsere Erinnerungsurkunde ab, bevor wir die Heimreise nach Thüringen antreten.